Ochsenfleisch vom Angushof Müller aus Elsdorf-Westermühlen

Foto: Henrik Matzen

– natürlich – nordisch – und bald auch biologisch –

Hier möchten wir Euch einen kleinen Eindruck über die Geschichte unseres jungen Betriebes geben. Wir sind      Male und Arend Müller, beide 35 Jahre jung, Schleswig-Holsteiner und motivierte Junglandwirte.

 

 

 

Wie alles begann….

Ende 2019 war es soweit. Nach Monaten der Vorbereitung, des Planens und der unterschiedlichsten Zukunftsgedanken wurde der mehr als 40 Jahre als Milchviehbetrieb geführte Hof von Doris und Albin Müller an Arend Müller, den ältesten Sohn, unterstützt von seiner Frau Male, übergeben.

Der Entschluss, den Milchviehbetrieb aufzugeben und auf eine sogenannte Mutterkuhhaltung umzustellen, wurde relativ schnell gefasst. Mutterkuhhaltung bedeutet, dass die Kälber nach der Geburt so lang bei ihrer Mutter bleiben können, bis diese nach ca. 8 Monaten keine Muttermilch mehr benötigen und abgesetzt werden können. Anschließend werden diese sogenannten „Absetzer“ dann in eigenen nach Geschlechtern getrennten Herden gehalten.

Wieso das Angusrind?

Nachdem die Haltungsform klar war, galt es die Frage der Rasse zu klären. Als leidenschaftliche Fleischliebhaber war uns bereits vor unserer landwirtschaftlichen Karriere eine Rasse geschmacklich im Gedächtnis geblieben: Das Angusrind. Eine der besten Fleischrinderrassen der Welt und ein Rind mit optimaler Eignung für unseren Standort.

Diese robusten, hornlosen Rinder mit herrlich marmoriertem, äußerst hochwertigem Fleisch, lieben unsere extensive Haltungsform mit viel Platz im Bewegungsstall und auf unseren Weiden, das Abkalben in freier Natur und das natürliche Leben im Herdenverband.

Auf dem Weg zur biologischen Landwirtschaft…

Als wir uns dazu entschieden, den Betrieb zu übernehmen, war uns beiden klar, dass es ein zentrales Thema geben sollte: Tierwohl. Unsere Tiere, die zur Fleischproduktion gezüchtet und gehalten werden, sollten Zeit ihres Lebens die optimalen Bedingungen erhalten.

Optimale Bedingungen bedeuten für uns ein weiträumiger Weidegang von März bis November, stroheingestreute Liegeboxen in unserem Bewegungsstall in den Wintermonaten, bestes Futter von unseren eigenen Flächen und viel Fürsorge.

Tierfreund zu sein und Fleisch zu essen, das ist für uns kein Widerspruch.

Unser Ziel ist es, unsere Tiere von Geburt bis zur Schlachtung (die bei unseren Ochsen mit ca. 25-30 Monaten stattfindet) zu begleiten und bestmöglich aufzuziehen – Alles aus einer Hand. Genau deshalb bringen wir unsere Tiere selber zu lokalen Schlachtereien und begleiten sie auch auf ihrem letzten Weg. Das reduziert den Stress für das Tier und erhöht die Fleischqualität durch weniger Stresshormonproduktion.

Als logische Konsequenz aus all diesen Überlegungen resultiert natürlich, dass wir uns aktuell in der Umstellung zu einem zertifizierten Bio-Betrieb befinden.

Apropos Fleischqualität…. Der Ochse.

Seit Kurzem werden unsere männlichen Kälber nun zu Ochsen. Ochsen sind kastrierte männliche Rinder. Durch die Kastration sinkt das männliche Sexualhormon. Das bedeutet weniger Stress im Herdenverbund und ein deutlich langsameres Wachstum und geringeres Endgewicht.

Durch das langsame Wachstum und den geringeren Testosteron-Spiegel entsteht ein sehr hochwertiges, gut marmoriertes Fleisch. Ein wahrer Genuss für jeden Feinschmecker.

Und für wen machen wir das alles?

Unsere Zielgruppe sind Menschen mit dem Sinn für das gewisse Extra, die Fleisch nicht als Massenware, sondern als Genussprodukt mit hohem Standard konsumieren möchten.